Schlossfestspiele Ortenburg Premiere Juni 2006 Diese Produktion ist seit 2007 mit "MünchenMusik" auf Tournee, Premiere
April 2007 im Theater Winterthur Februar 2008 Prinzregententheater München und andere Spielstätten.
Regie: Benjamin Sahler Bühne: Bernhard Gross
Mitwirkende: Gerald Karrer, Bele Turba, Tanja Maria Froidl, Andreas Harvarth, Christian Auer u.a.
Eingedenk dessen, dass es für
ein Ensemble ohnehin nicht leicht sein mag, dies muntere wie feinsinnige
Kaleidoskop treuherzig-hintersinnigen Valentin-Witzes glaubhaft in eine
übersättigte Zeit zu transportieren, so empfand der Zuschauer dies hier als
meisterlich gelungen.
Es war ein Abend, der
getragen wurde von Menschenfreundlichkeit, einem liebenswerten Zusammenspiel komödiantischer
Satire über das Theater, anspruchsvoller Musik und wunderschönem Gesang.
Passauer Neue Presse, 10.07.06 zur Aufführung in Ortenburg
Sie kämpfen alle, die traurigen
Helden von Karl Valentin.
Sie hadern mit dem Schicksal,
bleiben als Künstler verkannt, stecken tief in Geldnot oder lassen andauernd
etwas fallen. Ein spezielles Problem hat der Buchbinder Wanninger. Von außen
betrachtet, kämpft er schon gegen den Standort seines Telefons an. Das steht so
aberwitzig hoch, dass er eine Trittleiter braucht, um an den Hörer zu gelangen.
Das ist aber eindeutig das kleinere Übel. Schwerer wiegt, dass dieser arme
Wanninger in der Filmfirma „Meissel & Compagnie“ telefonisch ständig
weitergereicht wird, obwohl er doch nur die zwölf Drehbücher loswerden will,
die er gebunden hat, möglichst samt Rechnung. Nun ist der grandiose Sketch
nicht abendfüllend und so hat das „ValentinKarlstadt Theater“ aus München
daraus eine wahrlich turbulente „beswingte“ Komödie gemacht, wo etliche andere
valentin Werke wie „Im Photoatelier“ oder „Der neue Schreibtisch“ aufscheinen.
Die Kombination gelingt,
Valentins Sprachanarchismus wir lebendig, und die Zusatztexte sind so gelungen,
dass sich keine Brüche ergeben.
Reichenhaller Tagblatt 03.01.08
Karl Valentin hätte an diesem Abend seine Freude
gehabt – gelungene Neuinszenierung des „Buchbinder Wanninger“ Es ist begrüßenswert, dass es
nun endlich in München ein Tournee-Theater gibt, in dem junge begabte Akteure mit
viel Elan und Begeisterung die Stücke im Stil der neuen Zeit wiederaufleben
lassen…
Ein sehr gelungener
musikalischer Theaterabend, der dem Phänomen Karl Valentins würdig ist.
Valentins Komik nur
oberflächlich lustig zu finde, träfe nicht den Kern senes tiefgründigen Humors.
Valentin ist ein hervorragendes Beispiel für die Worte von Heinz Rühmann: „Die
schwerste Sparte in der Schauspielerei ist die des Humoristen“
Passauer Neue Presse, 22.09.07 zur Aufführung in Bad Füssing
„Ich war restlos begeistert
... Sie schaffen es hervorragend, die beiden auf der Bühne wieder lebendig zu
machen ... mein Großvater hätte sich sehr über diese gelungene Inszenierung
gefreut“ Anneliese Kühn (Enkelin Valentins)