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"Die Premiere war wieder ein großer Publikumserfolg und setzte Maßstäbe für eine szenische Umsetzung derartiger Vorlagen in eine schlüssige moderne Form. Der junge Regisseur Benjamin Sahler, der auch das Bühnenbild entworfen hatte, lieferte eine werkgerechte, ästhetisch reizvolle und rundum überzeugende Probe seines Könnens. Von bleibendem Eindruck ist die sehr geschickt angelegte Szene am Eingang zur Unterwelt sowie der Schluss mit dem aufleuchtenden Sternenhimmel und dem Sternbild der Dioskuren." | |
Das Opernglas 04/00
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"Der oft gehörten Meinung, Opern des Barock seien wegen ihres Mangels an vorwärts treibender dramatischer Handlung für das Musiktheater unserer Zeit nicht mehr recht geeignet, wurde im Forum der Musikhochschule mit dem besten Argument entgegengetreten: einer rundum gelungenen Inszenierung. ... Sowohl in der Führung der Einzelpersonen als auch in der Choreografie des Chores konnten die Lösungen als einleuchtend überzeugen. Beispielsweise die fesselnde Aktion vor dem Eingang zur Unterwelt und der Auftritt des Jupiter in luftiger Höhe. | |
Hamburger Abendblatt 07.02.00
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"Auf zumeist kahler Bühne ließ der Jungregisseur vor klar strukturierten Farbflächen Götter und Mensche agieren. Zu Rameuas verführerischen Sirenklängen suchen die rot behandschuhten Gefährten der Göttin der Jugend den zum Abstieg ins Totenreich bereiten Pollux von seinem Entschluss abzubringen. Eine Pyramide von Dämonen, die Finger gekrallt, wacht über der Pforte zum Hades. Und wenn Jupiter vom Olymp herabsteigt,taucht er in luftiger Höhe in Goldmontur hinter einem plötzlich aufscheineden Fenster auf... Fazit: Das Plädoyer für Rameaus oft als "exportunfähig" eingeschätztes Musiktheater konnte sich hören und sehen lassen." | |
Die Welt 08.02.00
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"Wie die meisten Barockopern ist auch "Castor et Pollux" zwischen persönlichen Gefühlen und edlen Haltungen aufgespannt. Zwei Brüder, aber nur einer wird geliebt... Am Ende aber wird alles gut. Vorher gibt es noch Einblicke in die Hölle, hier schwarze Schatten vor kalter blauer Wand, und in den Himmel, den Benjamin Sahler (Regie und Bühne) als eine Art Venusberg entworfen hat, sexy Damen mit roten Handschuhen. Mit ihren sparsamen, abstrakten auf klare Farbwirkungen zielenden Bildern ist die Inszenierung auf der Höhe der Zeit" | |
Hamburger Morgenpost 07.02.00
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"Für einen Abend wurde die Hochschule für Musik und Theater zum "Welttheater". Sahler verzichtet auf die im Barock übliche Kulissenschieberei, zaubert effektvoll und üppig mit Licht, Trockennebel und Gazevorhängen." | |
Bild Hamburg 07.02.00
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"Der Mut von Benjamin Sahler ist nicht überzubewerten, für seine Diplominszenierung des Studiengangs Musiktheater-Regie ausgerechnet eine handlungsarme Barockoper auszuwähreln. Doch sein Wagnis wurde belohnt: "Castor und Pollux" von Jean-Philippe Rameau feierte im Forum der Hochschule für Musik und Theater Hamburg eine glanzvolle Premiere. Die allegorische Handlung aus der griechischen Mythologoe...lieferte Sahler das Ausgangsmaterial für eine stilisierte, zeitlose Inszenierung. Raffinierte Lichteffekte und viel Bühnennebel, dazu spärlich eingesetzte Utensilien wie Speer, Taschenlampe, eine Discokugel, Spiegel und gestapelte Kästen genügten dem Regisseur, eine fremde Welt zu kreieren." | |
Harburger Anzeigen und Nachrichten 08.02.00
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"Ihre stärksten Momente hat die Inszenierung in den ruhigen Szenen. Hier weiß Sahler, eine intensive Atmosphäre zu schaffen, die bannt." | |
taz 07.02.00
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